Archiv der Kategorie: Leute

Intro:

Herzlich willkommen auf dem Fotoblog von Udo Steinkamp. Thematisch dreht sich viel um Straßen- und Reisefotografie. Mal schauen, was dabei rumkommt: Versuch macht klug.

Jodelfoto mit Dolomitenblick auf der Seiser Alm in Südtirol

Zur Einstimmung ein paar Bilder aus meinem Flickr-Album „People“

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Südtirol

Vom 15.07.2019 bis zum 02.08.2019 waren meine Frau Doro und ich mit unserem fast 30 Jahre alten Adria Wohnwagen in Südtirol. 

Auf dem Campingplatz in Völlan, Südtirol

Ich bin gerade dabei, die vielen, vielen Fotos zu sichten. Zur Einstimmung zwei schöne Panoramabilder von der Seiser Alm mit Dolomitenblick und einige Schnappschüsse aus Meran, aus Bozen bzw. vom Wandergebiet Meran 2000. Die ganze Reisebericht folgt bald.

Blick von der Seiser Alm auf die Dolomiten.

Seiser Alm: Blick von der Schutzhütte „DIBAITA“ auf den Scherm

Unterwegs auf dem Tappeinerweg in Meran

Blick auf die Passerpromenade in Meran

Blick auf Meran. Links im Bild der Turm der Stadtpfarrkirche

Selfie im Wandergebiet Meran 2000. Ganz im Hintergrund sind die Dolomiten zu sehen

Wandergebiet Meran 2000: Pause auf der Kirchsteiger Alm

Kleine Stärkung für zwei auf der Kirchsteiger Alm

Unterwegs auf dem Meraner Höhenweg

Mittagspause in der Bozener Altstadt

Auf dem Markt in Bozen

Fußgängerzone in Lana

Lieblings-Cafe in Lana

Und hier ist die passende Musik dazu:

Portugal – Porto

Teil1: Porto in einem Tag

Unser Reiseplan

Am 2. Oktober 2016 war es soweit: Mit meiner Frau Doro betrat ich um ca. 20:30 auf dem Flughafen Dortmund nach 16 Jahren Flugabstinenz eine Boing 737. Mit der Billigfluglinie Ryanair sollte unser Flug von Dortmund nach Porto gehen. Abflugzeit um 20:50, die Flugdauer sollte etwa 2 Stunden und 45 Minuten betragen. Der Rückflug sollte am Mittwoch, dem 12.Oktober, in Porto um 16:25 Uhr starten und kurz nach 20:00 Uhr in Dortmund enden.

Über Booking.com hatte Doro Quartiere in Porto (2 Übernachtungen), in Coimbra (1 Übernachtung), in der Nähe von Azenhas do Mar (1 Übernachtung) sowie in Lissabon (3 Übernachtungen) gebucht. Die letzen 3 Übernachtungen, von Sonntag dem 9. Oktober bis Mittwoch, dem 12. Oktober hatten wir offen gelassen. Mal schauen, wohin das Schicksal uns so treiben würde. Einen Mietwagen hatte ich online über den ADAC bei AVIS ab Dienstagmittag am Flughafen Porto gebucht.

Der Spaß geht los

Alles voll

Vor dem Start im „gelben Flieger“

Mit Ryanair zu fliegen bedeutet, viele Menschen auf engem Raum für wenig Geld durch die Luft zu bewegen. Der Hinflug verlief ohne nennenswerte Turbulenzen. Neben meiner Frau an der rechten Fensterseite, hatte ich einen netten, jüngeren serbischen Arzt als Nachbarn zu meiner Linken. So hatte ich gleich zwei Gesprächspartner, die mich immer wieder von meinem zugegebenermaßen etwas mulmigen Gefühl ablenken konnten. Wie schon gesagt: 16 Jahre nicht mehr geflogen!

Ich war allerdings sehr erleichtert, als das Flugzeug gegen 22:30 portugiesischer Zeit sicher in Porto landete. Das hatten wir schon mal „überstanden“ war einer meiner ersten Gedanken. So eine Landung ist eben schon etwas Besonderes.

Mit der Metro vom Flughafen nach Porto

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Ankunft in Porto in der Nacht

Da der Flughafen etwa 11 Kilometer nördlich von Porto liegt und es eine Metrostation direkt am Flughafen gibt, beschlossen wir mit der Metro bis in die Innenstadt von Porto zu fahren. Von dort wollten wir uns ein Taxi zum Hotel „ROYAL Porto City“ nehmen. Mit tatkräftiger Hilfe eines in den „richtigen Ticket Erwerb“ eingeweihten Landsmannes gelangten wir tatsächlich nach einmaligem Umstieg zum Bahnhof Porto São Bento.

Blaues Wunder

Ein Bett und ein blaues Bad

Am Bahnhof São Bento nahmen wir uns für ein paar Euro ein Taxi zum nahe gelegenen Hotel „ROYAL Porto City“. Dort gab es neben einem Nachtportier glücklicherweise auch einen Kühlschrank mit kaltem Bier. Für kleines Geld kauften wir ein paar Dosen „Super Bock“, die neben „Sagres“ bekannteste portugiesische Biermarke. Nach soviel Abenteuer mussten wir zuerst einmal runterkommen: dazu taugt ein kühles Bier allemal. Wir schliefen spät ein und wachten, durch lauten Verkehrslärm geweckt, früh wieder auf. Ich hatte das Gefühl, trotz geschlossener Schlagladen, auf einer Hauptverkehrsstraße zu stehen. Nachts hatte ein Blick aus dem Fenster noch nach einem ruhigen Viertel ausgesehen. Das sollte sich allerdings als Irrtum erweisen: Ganz in der Nähe war so etwas wie ein Busbahnhof untergebracht und die Busfahrer dieser Busse gaben am nächsten Morgen jedenfalls alles.

Montag, 03.Oktober 2016 – der erste Tag in Porto

Frühstück

Kaffee, Kuchen und O-Saft am ersten Morgen in Porto

Voller Tatendrang starteten Doro und ich am nächsten Morgen unseren ersten Rundgang durch Portos historische Altstadt. Eines kann ich an dieser Stelle schon vorwegnehmen: Porto ist eine sehr interessante und schöne Stadt. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Da wir nur einen ganzen Tag in Porto verbracht haben, konnten wir nur einen ganz kleinen Bereich dieser liebenswerten Stadt erkunden. Weniger ist allerdings bekanntermaßen manchmal mehr. Die Mischung aus alten, z.T. maroden Häusern und restaurierten Gebäuden und neuen Geschäften ist augenscheinlich.

Sandemann Restaurant, Porto

Sandemann-Terrasse an der Avenida Diogo Leite in Porto

Da wir nur einen ganzen Tag in Porto verbracht haben, war das, was wir sehen und erleben konnten, natürlich begrenzt. Was man auf jeden Fall tun sollte, ist ein Gang über die historische Bogenbrücke „Ponte de D. Luis I“ um so an das andere Ufer des  Rio Douro zu gelangen. Man kann dabei die untere Ebene der Brücke benutzen. Auf der anderen Seite angekommen, hat man von der „Avenida Diogo Leite“ nicht nur eine sehr schöne Aussicht auf den „Cais da Ribeira“ , das ist die bekannte Uferpromenade vor der Altstadt Portos: An der „Avenida Diogo Leite“ sind auch die bekanntesten Niederlassungen der zahllosen Portwein-Handelshäuser angesiedelt. Bei einem schmackhaften Rotwein und einem Portwein-Cocktail ließen wir es uns auf der Sandeman-Terrasse gutgehen. Als kostenlose Zugabe hat man von diesem Vorplatz aus auch noch eine imposante Aussicht auf die Altstadt.

Abendstimmung am "Praça da Ribeira"

Abendstimmung am „Praça da Ribeira“

Dort wetteifern die vielen Straßencafes und Restaurants um die Gunst der Besucher. Als besonders reizvoll habe ich die kurze Zeit der abendlichen Dämmerung in Portos Altstadt erlebt: In dieser Zeit entfaltet die Stadt einen ganz besonderen Flair. Dieses Gefühl hatte ich auch später in Coimbra und natürlich auch in Lissabon. Bei gutem Wetter sind die Menschen draußen unterwegs. Auch habe ich Portos Altstadt subjektiv in einem besseren Zustand erlebt, als einige Tage später jenen Stadtteil in Lissabon, in dem wir 3 Tage gewohnt haben. Dazu aber später mehr. Jetzt gibt es erst einmal Bilder aus Porto.

Lieblingsküste: Mecklenburg-Vorpommern

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Nebensaison in Kühlungsborn

Ein paar Impressionen von meiner „Lieblings Ostseeküste“ in Deutschland. Die Bilder stammen aus meinem Flickr-Album „Baltic Sea Mecklenburg Vorpommern“. Sie wurden in Kühlungsborn, in Warnemünde, in der Gegend um Nienhagen und auf der Insel Usedom aufgenommen.

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Ein Wochenende in Hamburg – Teil2

Mit der Hafenfähre Linie 62 nach Finkenwerder und zurück

HafenfaehreUnser erstes Ziel für den Samstag sollte der Jungfernstieg sein. So fuhren wir am späten Morgen zunächst mit der U2 von der Emilienstraße zum Jungfernstieg. Im ALEX ergatterte meine Frau einen schönen Platz auf der Außenterrasse mit Binnenalsterblick. Cappuccino und Milchkaffee schmeckten uns bei dem Panorama natürlich besonders gut. Im ALEX herrschte große Betriebsamkeit, was aber an einem Samstagmittag irgendwie dazugehört. Trotzdem mussten wir nicht lange auf unsere Getränke warten.

Nach einem kurzen Schlenker über den Rathausmarkt ging es mit der U3 in Richtung Landungsbrücken. Eine Fahrt mit der U3 kann ich nur jedem empfehlen – sie ersetzt eine Stadtrundfahrt. An den Landungsbrücken war am Samstagmittag erwartungsgemäß viel los: Hafenrundfahrten und kein Ende. Wir hatten uns allerdings für eine andere Variante entschieden – eine Fahrt mit der Hafenfähre nach Finkenwerder und zurück. In der Hamburg CARD ist auch diese Art der Fortbewegung enthalten.

Eine Fahrt mit der Hafenfähre Linie 62 lohnt sich. Es geht vorbei an restaurierten Speicherhäusern, vorbei am Museumshafen, am Övelgönner Ufer und zum Schluss sind Sie dann auf der anderen Seite der Elbe in Finkenwerder. Oberhalb des Anlegers befindet sich ein Imbiss mit freundlichem Personal. Genießen Sie ein Astra mit einem frisch zubereiteten Fischbrötchen – die Welt ist danach wieder in Ordnung. Weniger ist manchmal mehr. Da die Fähren der Linie 62 alle 15 Minuten fahren, kann man ohne lange Wartezeiten an einem Fähranleger aussteigen und bei Bedarf mit der nächsten Fähre weiterfahren bzw. wieder zu den Landungsbrücken zurückkehren.

Zurück zum Schanzenviertel und abends in die Fabrik

Da uns das Schanzenviertel am Freitagabend sehr gut gefallen hatte, beschlossen wir ganz spontan, noch einmal dorthin zu fahren. Von der S-Bahn Station Landungsbrücken ging es mit der Linie U3 zur Station Sternschanze. Zu Fuß ist es dann nicht mehr weit bis zum Schulterblatt. Meine Frau und ich gingen für eine Stunde getrennte Wege – für mich war noch einmal der Schallplattenladen „Zardoz Records“ das Ziel, meine Frau ging unterdessen „Klamotten angucken“. Wir hielten uns allerdings beide zurück: Die Vernunft besiegte die Kaufwut.

Nach einem Imbiss mit Krombacher im „Frank und Frei“ ging es dann wieder zurück zum Quartier in die Eduardstraße. Den Abend wollten wir ja in der Fabrik verbringen und Inga Rumpf & friends & special guests hören und sehen. Es war ihr ’70th Anniversary concert‘: Und es war gut.

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Ein Wochenende in Hamburg – Teil 1

Hamburgs neues Wahrzeichen

Hamburgs neues Wahrzeichen

Anlässlich eines Rockkonzertes der Grande Dame der deutschen Rockmusik – Inga Rumpf – am Samstag, 20. August 2016 in der „Hamburger“ Fabrik, verbrachten meine Frau Dorothee und ich 2 Tage in Hamburg. Genauer gesagt von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag. Unsere Unterkunft bestand aus einem sehr zentral gelegenen Privat-Zimmer in der Eduardstraße, das meine Frau für 2 Übernachtungen über Airbnb für 75 € gebucht hatte. Während unseres letzten Hamburg Aufenthaltes im Jahre 2010, anlässlich eines Eric Clapton Konzertes, hatten wir im Zleep Hotel nahe der Reeperbahn übernachtet.

Gestartet sind wir in Bissendorf bei Osnabrück. Die Hinfahrt hatte durch einen Stau auf der A1 um Bremen herum mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant war. Als Entschädigung dafür konnten wir in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft 2 Tage kostenlos parken. Besser geht es kaum. Online hatte ich eine Hamburg CARD für den Samstag zum Preis von 18,90 € für 2 Personen erworben. Mit dieser Karte können alle öffentlichen Verkehrsmittel, einschließlich der Hafenfähren, genutzt werden. Das kann ich jedem Hamburg-Tourist wärmstens empfehlen.

Teil 1: Zu Fuß durch das Schanzen- und Karolinenviertel

Zunächst ging es über die Fruchtalle und Weidenalle bzw. Schanzenstraße in Richtung U- und S-Bahn Station Sternschanze. Die Entfernung betrug ca. 2 km. Nach einer 3,5 stündigen Autofahrt genau das Richtige für A1-gestresste Autofahrer. Am Kneipencafè „Oma’s Apotheke“ sind wir dann rechts in die Susannenstraße abgebogen und einfach weiter gelaufen. Ich finde es ja immer spannend, sich in einer fremden Stadt ein wenig vom Entdecker-Instinkt treiben zu lassen. Zugegeben, GOOGLE MAPS kam natürlich auch zum Einsatz. So liefen wir eine geraume Zeit durch das Schanzenviertel und fanden uns dann irgendwann am Schulterblatt wieder. Dort gibt es im Bereich Schulterblatt, Ecke Susannenstraße viele Kneipen und Gaststätten mit „Draußen-sitzen-Ambiente“, die am späten Freitagnachmittag und gutem Wetter zum Essen und Trinken einladen.

Nach einer pakistanischen Mahlzeit im „Balutschistan“ sollte unsere Entdeckungstour weiter in Richtung Karolinenviertel gehen. Auf dem Weg dorthin sah ich am Schulterblatt noch den Plattenladen Zardoz. Für Schallplattenfreaks wie mich ein wahrer Leckerbissen. Für wenig Geld kaufte ich zwei gut erhaltene Vinyl-Schätze und war restlos begeistert. Für den Sammler gibt es kaum ein schöneres Shopping Erlebnis als in einem gut sortierten Schallplattengeschäft nach alten Schätzen zu stöbern. Hamburg bietet da eben doch mehr als die Osnabrücker Provinz!

Wir spazierten dann einfach am Schulterblatt entlang, weiter in Richtung Karolinenviertel, kamen schließlich am Knust vorbei und standen dann wenig später in der Marktstraße. Die Marktstraße bildet so etwas wie die Hauptstraße des Karoviertels. Dort gibt es viele kleine Modeläden, Kultkneipen und ähnliches. Man spürt, dass man sich in einem „Szeneviertel“ befindet.

So ganz nebenbei machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Hamburger Sommer-DOM, der gleich nebenan auf dem Heiligengeistfeld die Leute anlockte. Zeitgleich wurde vor dem ehrwürdigen Millerntor Stadion unter Flutlicht Fussball gespielt. Viele grundverschiedene Dinge zur gleichen Zeit. Wir waren begeistert. Hier pulsierte das Stadtleben. Die Zeit rann dahin und so langsam mussten wir auch an den Heimweg denken. Samstag war ja auch noch ein Tag für Sightseeing.

Auf dem Rückweg legten wir im Biergarten des „Yoko Mono“ an der Marktstraße noch eine Bierpause ein. In der Kneipe wurde übrigens Vinyl abgespielt, d.h. die Musik kam vom Plattenteller. Alles angesagte Dinge im Jahr 2016.

Wir verließen das Karoviertel und über die Schanzenstraße ging es wieder zurück in Richtung Sternschanze. Dort hatte unser kleiner Rundgang bekanntlich begonnen. Im Schanzenviertel pulsierte inzwischen das Nachtleben. In und vor unzähligen Kneipen waren zumeist jüngere Leute zu sehen und zu hören. Aber nicht so sehr Schickimicki-Leute, sondern ganz normale Typen. Angenehme Atmosphäre.

Im „Frank und Frei“ legten wir noch eine letzte Pause ein, bevor es dann zu Fuß wieder zurück zu unserem Quartier in der Eduardstraße ging. Es war ein rundum gelungener Sommerabend an einem Freitag in Hamburg. Es folgen einige Bilder.