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Portugal-Rundreise

Von Porto nach Lissabon und wieder zurück

Am Mittwochmorgen, genauer gesagt am 04.10.2016, hieß es – nach nur einem ganzen Tag Aufenthalt – Porto Lebewohl zu sagen. Mit der „Metro do Porto“ ging es von der Station Sao Bento zum Flughafen Porto. Über den ADAC hatte ich im Internet günstig einen Mietwagen bei AVIS gebucht. Der Flughafen erschien uns als sinnvoller Übergabeort, da wir das Auto dort direkt vor dem Rückflug auch wieder abgeben konnten. Auf dem Weg vom Hotel zur U-Bahn Station machten wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem für uns merkwürdig anmutenden Spektakel.

Studentenritual in Porto

Studentenritual in Porto

Auf dem Boden liegende Studienanfänger wurden dabei von älteren Studenten, die wiederum mit schwarzen Umhängen bekleidet waren, in einer Art Ritual auf das Studium eingeschworen bzw. zu Sportübungen genötigt. Dabei mussten die liegenden Studienanfänger auch immer wieder bestimmte Verse lautstark bzw. schreiend wiederholen. Das Ganze erinnerte uns auf irgendeine Art und Weise an einen Kasernenhof. Verstanden haben wir natürlich nichts, wer versteht schon portugiesisch?

Die erste Tag unserer Rundreise sollte uns am Mittwoch bis nach Coimbra führen. So war unser Plan.

Nachdem wir unseren Leihwagen, es handelte sich um  einen sehr gemächlicher Fiat G Punto, am Porto Airport in Empfang genommen hatten, starteten wir gegen Mittag unsere Rundfahrt „Porto – Lissabon“ und zurück. Eines kann ich jetzt schon sagen: Langweilig war es zu keiner Minute.

Unser Auto war mit einem Erfassungsgerät für die Mautgebühren von kostenpflichtigen Autobahnabschnitten ausgestattet. Die angefallenen Gebühren wurden dann am Ende der Reise von der Kreditkarte abgebucht. Sie betrugen ca. 18,- € für die gesamte Fahrt. Das haut einen nicht um.

Über die Autobahn A29 und später A25 ging es in Richtung Aveiro und am „Praia da Costa Nova“ machten wir das erste Mal Bekanntschaft mit dem Meer bzw. mit dem Atlantischen Ozean. Der Strand dort erinnerte mich doch sehr an die ostfriesischen Inseln. Ein langer Sandstrand mit relativ flachen Dünen. Irgendwie war ich zu faul ein Foto zu machen. Hier ist ein Link mit Bildern.

Ausblick

Ausblick auf die Strandpromenade von Figueira da Foz

Über zum Teil verlassene und abenteuerlich anmutende Landstraßen ging unsere Reise dann weiter in Richtung Figueira da Foz. Im Café Nicola (hat wohl nichts mit dem gleichnahmigen Café Nicola in Lissabon zu tun?) machten wir eine Kaffeepause und genossen den Ausblick auf den fast leeren Strand. Für einen Mittwochnachmittag, Anfang Oktober 2016, war hier jedenfalls „tote Hose“ angesagt. Fast das gleiche Bild, wie schon zuvor am „Praia da Costa Nova“ nahe Aveiro. Die Weiterfahrt nach Coimbra ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Ich war ziemlich gespannt darauf, was uns dort wohl erwarten würde. Eine Unterkunft im Internet buchen ist die eine Sache – was man dann wirklich bekommt ist eine andere Geschichte.


Coimbra

Angekommen in Coimbra: Hotel "Moderna"

Angekommen in Coimbra: Hotel „Moderna“

An dieser Stelle sei mir der Hinweis erlaubt: ohne Navi wären wir wahrscheinlich während unserer Rundreise häufig verloren gewesen. Ich hatte unser TomTom-Navi einfach mitgenommen, auf Portugal eingestellt und es hat ausgezeichnet geklappt. Da unser Hotel in Coimbra in einer schmalen Seitenstraße stand, konnten wir dort weder parken, geschweige denn unsere Sachen aus dem Auto holen. Wir hatten allerdings die Info, dass es dort in der Nähe ein Parkhaus gibt, dessen Kosten das Hotel z.T. übernehmen würde. Es gab allerdings 2 Parkhäuser in der Nähe und wir steuerten natürlich das falsche an. Alles nicht weiter schlimm, mag jetzt jeder denken. Das Parkhaus war allerdings so eng bemessen und die Aus- und Einfahrt zusätzlich so kurvenreich, schmal und steil, dass ich berechtigte Angst hatte, der lahme Fiat Punto würde im Zuge des Parkhaustausches auf der Ausfahrt zum Stehen kommen. Wir schafften es allerdings irgendwie, das falsche Parkhaus wieder zu verlassen und in das richtige hineinzufahren. Das war geschafft. Wir konnten jetzt endlich einchecken. Das Hotelzimmer im Hotel „Moderna“ hatte sogar eine eigene Dachterrasse und war auch sonst für den Preis völlig in Ordnung. Die sehr nette Dame am Empfang gab uns noch zwei gute Tipps hinsichtlich Essen und Trinken und, ganz wichtig, FADO in Coimbra.

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Fado in Coimbra: Café Santa Cruz

Nach einem sehr guten Essen im Restaurante Adega Paço Do Conde sahen und hörten wir danach das erste Mal Fado im Café Santa Cruz. Als musikbegeisterte Menschen, die Dorothee und ich nun einmal sind, kamen wir nach dem kostenlosen Konzert mit dem Sänger des Trios ins Gespräch. Er erklärte uns unter anderem, dass der Fado in Coimbra einen anderen Stil hat, als in Lissabon. Also: Reisen bildet. Im Nachhinein habe ich es ein wenig bereut, dass wir nur eine Übernachtung in Coimbra hatten. Die Stadt hat doch einiges zu bieten. Vielleicht kommen wir ja noch einmal dorthin zurück.


In Richtung Süden

Steilküste in Peniche

Steilküste in Peniche

Nach einem kurzen Stadtbummel und einem „Coimbra-Abschiedskaffee“ ging unsere Reise am späten Mittwochmorgen weiter in Richtung Süden. Unser erster Anlaufpunkt sollte der Küstenort Peniche sein, danach wollten wir nach Praia das Maçãs fahren und dort  im Casal Santa Virginia übernachten.

Am Tag vorher hatten wir erfahren, dass der 5. Oktober in Portugal als „Tag der Republik“ ein Feiertag ist. Als wir gegen Mittag den Ort erreichten, waren jedenfalls viele Feiertags-Ausflügler unterwegs. Nach einem kurzen Spaziergang auf der felsigen Halbinsel Peniche und einer kleinen Zwischenmahlzeit in einem der zahlreichen Restaurants im Hafenbereich ging es dann auch ohne größeren Abschiedsschmerz auf der Strasse N247 weiter gen Süden.

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Kaffeepause im „Restaurante Golfinho Azul“

Nördlich des Ortes Ribamar legten wir im sehr schön gelegenen Restaurante Golfinho Azul eine kleine Kaffeepause ein. In der nahe gelegenen Bucht fand für unsere Verhältnisse noch einmal der Sommer statt. Wir waren begeistert. So allmählich zeigte sich auch mir die Küstenlandschaft so, wie ich es erhofft hatte: ein bisschen Ersatz für den Highway 1 in Kalifornien – nur eben Europa, somit kürzerer Flug und wesentlich preiswerter. Das ultimative Highlight der Reise stand uns allerdings noch bevor. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir das allerdings noch nicht wissen. Für die zweite Übernachtung hatte Dorothee an der Küste in der Nähe von Azenhas do Mar eine Unterkunft reserviert. Unser Navi führte uns zuerst an einen falschen Ort, durch Nachfragen, das kann durchaus auch in Portugal hilfreich sein, erreichten wir dann aber kurze Zeit später unser Quartier.


Casal Santa Virginia

Casal Santa Virginia: ein Traumhaus!

Casal Santa Virginia: ein Traumhaus an der Steilküste!

Per Internet hatte Dorothee 4 Quartiere für unsere kleine Rundreise reserviert. Dabei kann man, wie bereits gesagt, Glück und Pech haben. Das Casal Santa Virginia, eine Art Landhaus-Villa mit 8 „Unterkünften“ und direkt an der Steilküste gelegen, war jedenfalls ein Volltreffer. Bei Bier Chips und Wein verbrachten wir auf der Terrasse des Hauses einen sehr wortreichen und angenehmen Abend mit einem netten Ehepaar aus Franken (Bayern). Auch der Sonnenuntergang gab alles. Fast schon zu schön, um wahr zu sein.

Sonnenuntergang auf der Terrasse des "Casal Santa Virginia"

Sonnenuntergang auf der Terrasse des „Casal Santa Virginia“

Aussicht durch das Dachfenster

Unser Quartier befand sich im Dachgeschoss des Hauses und das Dachfenster eines Raumes ermöglichte einen grandiosen Ausblick auf das Meer und die Atlantikküste. Was will das Herz des Fotografen mehr??? Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich für die Geduld meiner Frau bedanken, nicht nur was das Fotografieren betrifft. Für jemand, der nur ab und zu mal ein Handy-Foto macht, muss es schon häufig sehr nervig sein, wenn der andere einen viel zu oft warten lässt, weil es ja wieder etwas zu fotografieren gibt. Danke!

Die Bucht von Praia das Maçãs

Die Bucht von Praia das Maçãs

Am nächsten Tag mussten wir erst um 12 Uhr auschecken. So hatten wir am Donnerstagmorgen noch ein wenig Zeit, den angrenzenden Ort Praia das Maçãs zu erkunden. Eine große Bucht, umgeben von einigen Geschäften und Kneipen, bilden gewissermaßen den Mittelpunkt dieses noch nicht vom Massentourismus verschlimmbesserten und verschandelten Örtchens. Uns gefiel das, was wir sahen. Da Dorothee unsere nächste Unterkunft in Lissabon nur bis Sonntag gebucht hatte, beschlossen wir kurzerhand, danach noch einmal an diesen besonderen Ort zurückzukehren.

„Casal Santa Virginia“ von der Meeresseite aus gesehen

Voraussetzung dafür war allerdings ein freies Zimmer im „Casal Santa Virginia“. Lange Rede kurzer Sinn: ein freies Zimmer war für die Zeit verfügbar und sollte jetzt in der Nebensaison auch nur 60,-€ pro Übernachtung kosten. Sehen konnten wir es leider nicht, die Frau an der Rezeption sprach aber vom „Golden Room“ und das es sich um ein sehr schönes Apartment mit Terrasse handeln würde. Also reservierten wir spontan den nichtgesehenen Golden Room und verließen Mittags mit einem guten Gefühl diesen besonderen Ort um unsere Reise in Richtung Lissabon fortzusetzen. Eine gewisse Vorfreude auf die Rückkehr zu diesem Haus und diesem Ort war allerdings schon jetzt vorhanden. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.


Auf nach Lissabon

Invasion am Cabo da Roca

Invasion am Cabo da Roca

Auf dem Weg nach Lissabon wollten wir natürlich auch dem westlichsten Punkt des europäischen Festlandes einen Besuch abstatten. So fuhren wir von Praia das Maçãs zunächst zum Cabo da Roca. Diese Idee hatten außer uns allerdings auch sehr viele andere Urlauber, insbesondere Urlauber aus dem fernen Asien. Wenn man allerdings schon einmal an der portugiesischen Westküste ist, sollte man sich diesen Platz auf jeden Fall ansehen. Eines kann ich versprechen: die Chance dort allein zu stehen wird eher gering sein! Nach diesem kurzen Abstecher ging es dann über die N247 weiter in Richtung Cascais. Die N247 wird einige Kilometer vor Cascais zu einer Art Küstenstraße und bietet vor allen Dingen dem Beifahrer imposante Ausblicke. Der Fahrer sollte allerdings seine Blicke auf der kurvenreichen Strecke lassen, da eine kleine Unaufmerksamkeit unliebsame Folgen haben könnte.

In Cascais legten wir an der Küste nahe des „Boca do Inferno“ noch eine kurze Mittagspause ein, bevor es dann in Richtung Lissabon weiterging. Ab jetzt hatte unser Navi das Sagen: „Nehmen Sie im nächsten Kreisverkehr die zweite Ausfahrt rechts“. Der ganze Weg schien nur noch aus der zweiten Ausfahrt rechts zu bestehen. Was aber in der Praxis bedeutete: geradeaus weiterfahren.


Ankunft in Lissabon

Unser Zimmer in Lissabon

Unser Zimmer in Lissabon

Am Donnerstag, dem 6 Oktober 2016,  so gegen 17:00 Uhr, hatten wir es geschafft: das Auto stand im Parkhaus und wir standen in unserem Zimmer im Mana Guest House. Das Mana Guest House ist eine Art Gästehaus mit Küchen- und Gartenbenutzung und liegt relativ zentral. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt sind gut zu Fuß zu erreichen. So weit, so gut. Leider roch unser Zimmer recht muffelig und der Aufenthalt in demselben war eigentlich nur bei geöffnetem Fenster zu ertragen. Aber man will ja nicht sofort meckern, wenn man gerade angekommen ist. Es sollte ja hauptsächlich zum Übernachten herhalten und nicht als ständiger Aufenthaltsort dienen. Da das Zimmer im Erdgeschoss lag, schlossen wir nachts doch lieber das Fenster – Sicherheit vor Wohlgeruch. Am zweiten Abend, ich hatte mich gerade in mein Bett gelegt, gab es dann das ultimative Zimmer-Aha-Erlebnis. Eine Etage über uns stand jemand unter der Dusche und etwa 1 Meter neben meinem Bett lief das Wasser an der Wand herunter. Auch nicht schlecht, daher der Muffelgeruch. Bis auf diesen Negativaspekt war die Unterkunft sonst allerdings in Ordnung.

Durch die zentrale Lage des Mana Guest House konnten wir einige Sehenswürdigkeiten Lissabons, wie das Szeneviertel Bairro Alto, das Geschäftsviertels Baixa oder die Festungsanlage Castelo de S. Jorge, sehr gut zu Fuß erreichen.

Kurz nach unserer Ankunft in Lissabon: Musik im Gegenlicht am Cais das Colunas

Kurz nach unserer Ankunft in Lissabon: Musik im Gegenlicht am Cais das Colunas

Für unseren Aufenthalt in Lissabon hatten wir 3 Übernachtungen eingeplant. Voller Elan starteten wir dann auch kurz nach unserer Ankunft in Richtung Praça do Comércio. Am angrenzenden Cais Das Colunas pulsiert das Stadtleben. Man steht direkt am Wasser des Tajo und sieht im Westen die berühmte Hängebrücke  Ponte 25 de Abril. Durch den Triumphbogen des Arco da Rua Augusta gelangt man auf die Rua Augusta, die mitten durch das Stadtviertel Baixa Pombalina führt. Dieses Stadtviertel bildet neben dem Viertel Bairro Alto vielleicht so etwas wie das „Herz“ Lissabons.

In der Nähe des Praça Luís de Camões

Wir ließen uns an diesem ersten warmen Spätnachmittag in Lissabon einfach treiben. Vorbei ging es am imposanten Elevador de Santa Justa und zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten. So insgeheim hielten wir allerdings Ausschau nach einem netten Lokal, da sich so langsam der abendliche Hunger einstellte. Die zahlreichen Gaststätten und Straßencafes entlang der Rue Augusta waren aber nicht unser Ziel. Dorothee hatte im Reiseführer ein Lokal im Stadtteil Bairro Alto auserkoren, das es jetzt zu finden galt. Aber es war wie verhext: trotz Google Maps und Spürsinn war dieses Lokal unauffindbar. Letztendlich landeten wir in einem anderen winzigen Straßencafe am Beginn einer Seitenstraße an der „Rua do Loreto“. Das Essen war einfach, preiswert und schmackhaft. 

Die vielen neuen Eindrücke und Bilder unserer ersten Stunden in Lissabon hinterließen so langsam ihre Spuren. Wir waren einfach müde vom vielen Laufen und vom Sightseeing. Daher beschlossen wir, zu unserer Unterkunft zurückzukehren, bevor es am Freitag mit vollem Programm weitergehen sollte.

Unser zweiter – denkwürdiger Tag – in Lissabon

Ein Bierchen im Cafe Nicola

Am Freitagmorgen galt es die Stadt zu erkunden. Zu Fuß ging es zum Rossio, einem der zentralen Plätze in Lissabons Innenstadt. Im bekannten Café Nicola gab es zwei, nicht gerade billige Gläser Bier. Aber, egal: Man sitzt ja nicht jeden Tag hier. Unser Hauptziel an diesem Tag sollte die Festungsanlage Castelo de São Jorge sein. Von dort, so stand es im Reiseführer, hätte man einen tollen Ausblick über die Stadt und den Tejo. Gespannt nahmen wir die Sache in Angriff.

Auf dem Weg zum Castelo de São Jorge

Nach vielen Aufstiegen erreichten wir so gegen Mittag die Festungsanlage. Gegen einen stattlichen Eintrittspreis durften wir ein Drehkreuz passieren und eintreten. Es wimmelte nur so von Menschen, die, genau wie wir, Sightseeing in Lissabon betrieben. Aber so ist das in jeder Touristenmetropole. Würde man diese Plätze meiden, hätte man am Ende auch „nichts“ gesehen. Zur Mittagszeit ist bekanntlich nicht das beste Licht, um gute Fotos zu schießen. Das Brückenbild der „Ponte 25 de Abril“ wirkt daher auch eher blässlich.

Ponte 25 de Abril

Blick auf Lissabons „Ponte 25 de Abril“ von der Plattform der Festungsanlage Castelo de São Jorge

Leider wurde meiner Frau auf dem Rückweg zum Rossio die Geldbörse aus der verschlossenen Handtasche geklaut. Nach dem ersten Schock und einigen Tränen ging es zu einer zentralen Polizeiwache um eine Anzeige zu erstatten. Dort waren wir nicht die einzigen Opfer eines Taschendiebstahls. Wichtig ist es natürlich, die Kreditkarte in so einem Fall sofort sperren zu lassen. Wir haben uns dann jedoch schnell wieder „berappelt“ und versucht, den Diebstahl so gut wie möglich zu verdrängen – schließlich waren wir im Urlaub. Zum Glück gab es eine Kopie des Personalausweises meiner Frau. Nach etlichen Telefonaten mit Ryanair bekamen wir schließlich eine Zusage, dass sie diese Kopie für unseren Rückflug von Porto nach Dortmund akzeptieren würden. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir am Montag in Lissabon zur deutschen Botschaft gemusst und hätten uns dort „Ersatzdokumente“ für den Rückflug besorgen müssen. Wir wollten Lissabon allerdings am Sonntag wieder verlassen.

Was lernen wir daraus: Immer Kopien von allen wichtigen Dokumenten anfertigen und diese am besten an einem sicheren Ort, „online“ oder „analog“, aufbewahren. Eine Handtasche immer vor dem Bauch und nicht auf dem Rücken tragen!!!

Unser dritter Tag in Lissabon

Abhängen im Garten des Mana Guest House

Am Samstagmittag, dem 08.10.2016, kauften wir im Time Out Market Lisboa ein paar leckere Kleinigkeiten ein, die wir dann am frühen Nachmittag im schattigen Garten unserer Unterkunft genossen. Langsam kehrte nach dem Schrecken des Vortages wieder so etwas wie Normalität zurück. Für den weiteren Verlauf des Tages hatten wir noch eine Fahrt mit der Fähre an das andere Ufer des Tejo geplant. 

Am späten Samstagnachmittag brachen wir auf. Zu Fuß ging es zur zum Fährterminal Cais do Sodré. Dort bestiegen wir die Fähre nach Cacilhas, das am anderen Ufer des Tejo liegt. Während der Überfahrt kam meine Frau mit einer anderen Urlauberin aus der Schweiz ins Gespräch, die mit Ihrem Mann das gleiche Ziel verfolgte wie wir. Das Ergebnis diese Gespräches: Wir verbrachten die weiteren Stunden zusammen und trennten uns erst viel später nach einem sehr schönen Abendessen mit gutem Wein in der Lissaboner Altstadt. Viele Grüße an dieser Stelle an Monika und Markus.

Abendstimmung an der Fährstation in Cacilhas

Herrliche Aussicht: Restaurante Ponto Final in Cacilhas/Almada

Nach dem „schwarzen Freitag“ gab es am Samstag also noch so etwas wie ein versönliches Ende in Lissabon. Voller Vorfreude auf die nächsten Tage an der Küste verbrachten wir unsere letzte Nacht in unserem „Müffelzimmer“ im Mana Guest House.


Es geht wieder zurück an die Küste

Am Sonntagmorgen, dem 09.010.2016 machten wir uns auf den Rückweg an die Küste zu unsererm „Casal Santa Virginia“. Gegen Mittag trafen wir dort ein und konnten uns noch von dem Pärchen verabschieden, das wir während unseres Aufenthaltes auf der Hinfahrt dort kennengelernt hatten. Viel Grüße nach Bayern bzw. Franken.

Ausblick aus dem Golden Room Apartement des Casal Santa Virginia

Wir blieben bis Dienstag in unserer Villa am Meer und machten uns dann nicht ohne eine Portion Wehmut auf den „Heimweg“ in Richtung Norden. In Aveiro hatte Doro im Hotel Imperial ein Zimmer für unsere letzte Nacht gebucht. Kaum angekommen in der nicht wirklich schönen Stadt, fing es zu allem Überfluss auch noch an zu regnen. Der letzte Abend war als wirklich nicht der „Burner“.

Am Mittwochmorgen ging es zurück zum Flughafen Porto, wo wir unser Auto abgeben mussten. Die letzte Hürde, die es zu nehmen galt, war ein vollgetanktes Auto abzugeben. Hört sich leichter an als getan: finde erst einmal eine Tankstelle in der Nähe des Porto-Airports! Aber auch das klappte letztendlich und so flogen wir am Mittwoch, dem 12. Oktober 2016, gegen 17:00 wieder zurück nach Dortmund, wo wir gegen 20:30 wohlbehalten landeten. Es war ein aufregender Urlaub in einem interessanten Land, das ich auf jeden Fall noch einmal besuchen werde.

Das gab es noch gratis zum Abschied: Porto von oben

Das gab es noch gratis zum Abschied: Porto von oben

Hier folgen die schönsten Bilder unsere Rundreise: